Ausflug der Gurtmuffel – Landespolizei zieht Bilanz

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Landespolizei Schleswig Holstein
Verkehrskontrollen zur Gurtpflicht - Bilanz der Landespolizei

Ausflug der Gurtmuffel – Landespolizei zieht Bilanz

Bei insgesamt rund 32.000 Fahrzeugkontrollen in Schleswig – Holstein wurden etliche Verstöße erfasst, die Bilanz ist ernüchternd.

Kiel (ots) – Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzte in der vergangenen Woche einen Schwerpunkt bei der Überwachung der Gurtpflicht und der ordnungsgemäßen Sicherung von Kindern im Straßenverkehr. In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgten vermehrte Kontrollen. Am Mittwoch, den 15.03.2017, fanden im gesamten Land gleichzeitig Großkontrollen statt. Nun liegt die vorläufige Bilanz der vergangenen Kontrollwoche vor:

– Rund 32.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert.
– Dabei wurden insgesamt 2898 Gurtverstöße festgestellt, darunter auch 81 Kinder, die gar nicht oder nicht ausreichend gesichert waren.
– Rund 800 Handyverstöße wurden geahndet.
– 22 Fahrzeugführer, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
standen, wurden aus dem Verkehr gezogen.
– 16 Kraftfahrzeugführer fuhren ohne die notwendige Fahrerlaubnis.
– Die kontrollierenden Polizistinnen und Polizisten stellten über
300 weitere Ordnungswidrigkeiten fest und mussten über 140
Kontrollberichte zur Beseitigung von Fahrzeugmängeln oder zur
Vorlage fehlender Papiere ausstellen.
„Schon die Zwischenbilanz des Großkontrolltages am 15.03.2017 fiel mit 1148 Gurtverstößen schlecht aus. Das Wochenergebnis bestätigte diesen Eindruck leider überdeutlich“, so Axel Behrends, der im Landespolizeiamt für die Verkehrssicherheitsarbeit verantwortlich ist. „Der Sicherheitsgurt verhindert keine Unfälle, aber er ist der beste Lebensretter, den wir im Fahrzeug haben“, so Behrends weiter.

Ziel der Kontrollen ist es, die lebensrettende Bedeutung des Sicherheitsgurtes deutlich zu machen, Verstöße gegen die Gurtpflicht aber auch konsequent zu ahnden. Im vergangenen Jahr hatte die Landespolizei bereits über 21.000 Gurtverstöße festgestellt. Jeder fünfte bei einem Verkehrsunfall getötete Kraftfahrzeuginsasse war nicht angeschnallt. Die Gefahr schwerer oder tödlicher Verletzungen, selbst bei vergleichsweise niedrigen Fahrgeschwindigkeiten, steigt extrem an, wenn Fahrzeuginsassen den Sicherheitsgurt nicht anlegen. Auch weitere Sicherheitseinrichtungen wie Front-, Seiten- oder Kopfairbags können einen Sicherheitsgurt nicht ersetzen. Ganz im Gegenteil: Sie bieten ihre zusätzliche Schutzwirkung nur im Zusammenspiel mit dem richtig angelegten Sicherheitsgurt.

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